Montag, 17. Dezember 2007

Heute schon metagedacht?

Ein Buch über PQ rückt nun langsam, langsam näher. Eine Materialsammlung ist begonnen. Ein roter Faden will gelegt werden. Dabei stoße ich natürlich auf die Grundfrage, um welches Denken es denn eigentlich bei PQ geht.

Geht es um "normales" Denken? Hm... Was ist das eigentlich? Wann denken wir denn? Tun wir das nicht andauernd? Ist somit ein Buch, das Denken motivieren will, nicht überflüssig? Wikipedia definiert ja sehr breit "Unter Denken werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer aktiven inneren Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen suchen." Da gibt es im Grunde kein Entrinnen; jeder denkt. Andauernd, immer wieder.

Und das ist auch gut so. Allerdings, so meint PQ, kommt es darauf an, wie (!) man denkt. Dass das in unterschiedlicher Weise möglich ist, drücken ja schon alltagssprachliche Nuancierungen wie "denken", "nachdenken", "überdenken", "vordenken" oder "mitdenken" aus. Aber ich glaube, dem kann noch etwas unterlegt werden. Eben eine Haltung und auch gewisse Techniken wie auch Grundsätze. Denn "Nachdenken" ist nicht nicht gleich "Nachdenken".

Insofern geht es bei PQ auch nicht um Problemlösung oder die Lösung von Rätseln im Speziellen. Heuristiken oder Kreativitätstechniken sind nicht das Thema von PQ.

Aber was denn dann? Mir fällt da der Begriff "Distanz" ein. PQ geht es um eine Distanzierung während des Denkens. PQ vertritt die Auffassung, dass Denken noch bessere Ergebnisse zeitigt, wenn man darüber nachdenkt. "Denken über´s Denken": das ist PQ. Insofern könnte ich wohl auch PQ als "Metadenken" beschreiben. Ja, das ist es wohl: PQ will dazu motivieren, zu metadenken.

Im Alltag denken Sie über diese Begebenheit oder jenes Problem nach. Dabei sind Sie ganz mit einem Thema beschäftigt. Das Denken richtet sich auf, dreht sich um dieses Thema. Sie denken mit - deshalb schätzt Sie ihr Chef. Sie denken voraus - deshalb schätzen Ihre Sportmannschaftskollegen sie. Sie überdenken wichtige Entschlüsse vor Bekanntgabe nochmal - dafür werden Sie als verantwortungsvoll geschätzt.

Und wann metadenken Sie? Wann denken Sie darüber nach, in welcher Weise Ihr Mitdenken, Vordenken, Überdenken abläuft? Welche Gewohnheiten haben Sie dabei? Welche Techniken setzen Sie ein, um sich Themen zu nähern? Wie finden Sie Alternativen für Entscheidungen und wählen zwischen Ihnen?

Mit diesen Voraussetzungen themenbezogenen Denkens beschäftigt sich PQ. Und deshalb scheint mir ein Buch zu PQ sinnvoll. Denn auch wenn es viel Literatur zur verschiedenen Spielarten des Denkens gibt (z.B. zu problemlösendem oder analytischem), so ist Metadenken doch eher kein Thema in den Bücherregalen. Sollte es aber sein! Denn einmal metagedacht spart womöglich Mühe beim Themendenken.